Geheimnisvolle Klänge aus dem Meer

Seemonster waren früher aber sogar noch heutzutage die Erklärung für unerklärliche Geräusche im Meer. Zeichnung eines Kraken aus 20.000 Meilen unter dem Meer.

Man sagt zwar stille Wasser sind tief, aber auch wenn unser Ozean verdammt tief ist, ist er alles andere als still. Das liegt vor allem auch an den physikalischen Eigenschaften von Wasser, in dem Schall besser transportiert wird (mehr Info und ein tolles Experiment dazu gibt’s hier), aber auch weil es da neben dem Menschen viele andere Dinge gibt, die Geräusche machen. Oft sind das Tiere, wie zum Beispiel Wale, aber es gibt auch einige mysteriöse Klänge von denen wir nicht wissen woher oder von wem oder was sie stammen.

 

Wissenschaftler von NOAA und der Oregon State University lassen ein Hydrophone zu Wasser.

NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) benutzt SOSUS (sound surveillance system), eine Reihen von weltweit im Ozean verteilten Hydrophonen, die ursprünglich ein militärisches System waren, um U-Boote aufzuspüren. Diese Hydrophone zeichnen also jede Menge Geräusche im Meer auf und die kann man sich bei NOAA auf der Webseite anhören, z.B. Gesang von verschiedenen Walarten (hier), Lärm den wir Menschen verursachen (hier) und eben auch die mysteriöse Klänge bei denen niemand weiß, was sie sind.

Naja, wusste. Mittlerweile konnten die meisten davon entschlüsselt werden, wie zum Beispiel der Bloob. Der Bloob wurde 1997 im Südpazifik aufgenommen und wurde auf verschiedenen Hydrophonen in bis zu 5000 km Entfernung gemessen. Schall kann im Meer so weit reisen Dank dem SOFAR-Kanal, eine Wasserschicht im Ozean die wie ein Wellenleiter wirkt. Es hat fast 10 Jahre gedauert bis Wissenschaftler erklären konnten, was den Bloop verursacht hat und nein, es war kein Tiefseemonster oder Cthulhu (das glaubten nämlich viele), sondern das Resultat eines Eisbebens in der Antarktis.  Der Bloop hört sich an… nun… wie ein Bloop. Er ist leider nicht so spektakulär,

Eisbeben, oder Eisberge sind oft die Urheber von den ungewöhnlichen Geräuschen die Unterwasser aufgenommen wurden.

daher empfehle ich, sich vor allem “Upsweep”, “Train” und natürlich “Julia” anzuhören.  Bei Wikipedia gibt es eine tolle Zusammenfassung mit Audio (hier) dieser ganzen Geräuschen mit Erklärung was sie verursacht. Unbedingt mal Reinhören, sie klingen nämlich wirklich sehr seltsam, mysteriös und auch etwas gruselig.

 

Und hier noch meine Lieblings mysteriös Meeresgeräusch: Noc der Beluga, der versucht hat wie ein Mensch zu sprechen:

 

Erste Tauchtiefe:

Zweite Tauchtiefe:

 

Text: CC-BY-SA 4.0, Julia Schnetzer für Plötzlich Wissen!

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